|
Tipp: Rund um die Auto-Batterie (besser:
Akkumulatoren/Akku): tipp71.htm w463 letzte Änderung 01.01.2026/25.12.25/23.05.24/09.09.22/Beginn 10.01.2010 (C) Dr. Juliane Hehl (Bilder soweit nicht extra gekennzeichnet in Eigenanfertigung) Impressum gem. DSGVO Webseite Gelänmdewagen-Webseite - Stichwörterverzeichnis W463 - Motor M113.99# Die Webseiteninhalte bieten nur die Hilfe zur Selbsthilfe und sind keine Anleitung zur Reparatur, nur eine Literatursammlung. Emails werden nicht beantwortet, es gibt keine Zugangsdaten! Das gilt nicht für mir bekannte Clubmitglieder. Arbeiten am Fahrzeug erfordern fachliche Kompetenz und die Ehrlichkeit, die eigenen Fähigkeiten richtig einzuschätzen oder besser die Finger davon zu lassen bzw. in die Werkstatt zu gehen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr und Haftung! Etliche Hinweise können unter Umständen bei fehlerhafter Ausführung zu erheblichen Folgeschäden führen. Es wird daher ausdrücklich jede Haftung dafür abgelehnt. Der Ausführende trägt das alleinige und uneingeschränkte Risiko. Der Umgang mit einem Autoakku erfordert fachliche Kompetenz und Schutzmaßnahmen vor der Akkusäure, besonders Schutz der Augen! Säurespritzer (Schwefelsäure) mit viel Wasser abspülen. Beim Laden kann das explosive Knallgas entstehen. Kein offenes Feuer (Raucher!) und gute Belüftung des Raumes. Kurzschluß eines Akkus kann zum Zerplatzen führen. Alle Angaben nach bestem Wissen, aber ohne Gewähr! Artikel in Elektronik automotive 6/2005, S. 26: Was führt zum frühen Ausfall der Autobatterie? und Heft 8/2005, die Zusammenfassung ist hier . |
| 4. Ladespannungen/Ladeströme: 4a. G270CDI: Ladespannung: 4b. 240GD: Ladespannung/Strom: 4c. Zangenamperemeter: 4d. Zündfunkenprüfung: 5. letzte Rettung: 6. Regeneration: 7. Defekter Akku: 8. Pflege: |
![]() |
![]() |
![]() |
1a. Grundlagen:
Die chemischen Vorgänge sind bei allen Bleiakkus gleich: Sie enthalten positive Plattensätze (Bleidioxid) und negative (Blei), die durch Separatoren getrennt sind. Verdünnte Schwefelsäure ist der Elektrolyt. Dieses System liefert pro Plattenpaar 2,12 V bei einer Säuredichte von 1,28 kg/l (temperaturabhängig). Beim Entladen bildet sich auf den Platten Bleisulfat, das durch den Ladevorgang wieder in Blei und Bleidioxid umgewandelt wird. Wichtig: Beim Entladen sinkt der Säurestand: Es wird volumenmäßig etwa dreimal mehr Schwefelsäure gebunden als Wasser frei wird, die Dichte der Säure sinkt. Umgekehrt steigt beim Laden der Säurestand daher an, die Dichte nimmt ebenfalls zu! hier die Literatur: H. Wenzl, Batterietechnik, Band 582, S. 217 und Elektrik am Auto, Band 62, Motor-Buch-Verlag, S. 66 (Bilder siehe oben). Eine genaue Berechnung der Volumenzunahme ist hier. Herzlichen Dank an Dr.Ursin.Bernd (Beitrag Nr. 5011 im ehemaligen Chemie-Forum http://forum.chemie.de). Man darf also, z.B. vor der Urlaubsfahrt, kein dest. Wasser in den nicht vollgeladenen Akku nachfüllen, außer die Platten sind schon am oberen Rand trocken, und dann nur bis zum Plattenrand, nicht zur Markierung. Somit darf auch bei zuviel eingefülltem Wasser der Überschuß nicht abgesaugt werden, da sonst die Säuredichte sinkt. Zum Nachfüllen dürfen nur dest. Wasser und kein Leitungswasser oder metallische Gefäße verwendet werden. Kritische Hinweise zum Einsatz von Autobatterien fand man auf der Webseite von SGH GmbH: dort Fragen und Antworten (Seite als PDF). |
1c) Gefrierpunkt der Säure:
Die Gefriertemperatur der Säure hängt von ihrer Dichte und somit dem Ladezustand der Batterie ab. Die Daten waren aus dem Taunus-Biker-Bericht, der auf http://web.archive.org/web/ von 2006 noch zu finden. |
| Ladezustand (Prozent): | Säuredichte (kg/l): | Spannung (V): | Gefriertemperatur: Grad C. |
|---|---|---|---|
| 0% | 1,05 | 11,80 V | -7,7°C |
| 25% | 1,12 | 11,90 V | -10,8°C |
| 50% | 1,16 | 12,10 V | -17,9°C |
| 75% | 1,21 | 12,36 V | -31,7°C |
| 100% | 1,26 | 12,60 V | -56,5°C |
1d) Akkuladung:
Sie ist eine komplizierte Angelegenheit, wenn man es richtig machen will. Dabei müssen Ladegeräte verwendet werden, die 0computergesteuert den Ladestrom und die Ladespannung regeln bzw. konstant halten. Je nach Akkuart gelten andere Ladungsbedingungen. Da chemische Reaktionen ablaufen, sind sie stark temperaturabhängig. So sinkt die notwendige Ladespannung bei steigender Temperatur von 15 V bei 0 Grad C. auf 14,1 V bei 30 Grad C. Ältere bzw. einfache Ladegeräte enthalten meistens nur einen Transformator und Gleichrichter, sowie Widerstände zur Stromregulierung. Da computergesteuerte Ladegeräte mit Ladeströmen über 3 Ampere teuer sind, kann man auch beide Typen kombinieren. Also Anfangsladung und Endladung mit modernem Ladegerät, dazwischen mit z.B. C/10-Ladestrom (bei 88 Ah etwa mit 8 A) mit dem älteren Gerät zur Ladeezeitverkürzung laden. Zusätzlich braucht man ein Vielfachmessinstrument zur Strom und Spannungsmessung. Ladeverweigerung: Manche moderne Ladegeräte weigern sich bei einer Vliesbatterie mit Spannungen unter 7 Volt diese zu laden, da die Verpolungsanzeige nicht mehr funktioniert. Dann kann ein einfaches, altes Ladegerät (ohne Computer) zunächst verwendet werden (siehe AF54.10-P-6005A). |
|
Man muß eigentlich zwischen Starter- und Verbraucherakkus unterscheiden, sie besitzen unterschiedlichen Plattenaufbau. Starterakkus liefern kurzzeitig hohen Strom (siehe SL55AMG R230 im Motoraum), Verbraucherakkus (siehe SDL55AMG im Kofferraum) niedrige Ströme über längere Zeit. Die besonders aufgebauten Optima-Akkus gibt es daher in unterschiedlichen Ausführungen. Autoakkus sind also ein Kompromis und man bräuchte im Auto zwei verschiedene Batterien z.B. wie beim SL55AMG (siehe Batteriemanagement ). |
2. Lade-Geräte:
2a. ELV-Ladegerät: Es empfiehlt sich die Anschaffung eines modernen Ladegerätes als Fertiggerät oder billiger als Bausatz. Mein ALM 7010 von www.elv.de, von 2006 ist inzwischen total veraltet, es gibt keinen Prozessor-Chip mehr. Diese Geräte können fast alle Akkus (NiCd, NiMH, Bleiakku, Bleigel-Akku, einige Lithium-Akkus) laden. Am 21.02.2020 musste ich nun eine Feinsicherung 5A träge tauschen, damit es wieder funktionierte. |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
| Ladegerät | neu und alt | Frontplatine | Basisplatine | aufgebautes Gerät |
| Die wichtigen Merkmale sind jedoch die verschiedenen Ladetechniken, die möglich sind. So kann nicht nur mit verschiedenen Ladekennlinien geladen werden, sondern auch alte Akkus können mit Stromimpulsen regeniert und solange im Zyklus ge- und entladen werden, bis keine Kapazitätssteigerung mehr eintritt. Normgerechte Kapazitätsmessungen und PC-Anschluß gehören dazu. Bei den älteren Gs kann der Akku einfach abgeklemmt werden. Bei den neueren Fahrzeugen Gs (463 mit CAN-Bus) muß mit einer Zusatzbatterie/Akku gepuffert werden, sonst tritt Datenverlust ein, siehe auch Tipp 7: Ruhestrom- u. Ladestrommessung. |
2b) CTEK-Ladegerät Multi XS 7000: neu MSX 7.0:
Dieses Ladegerät des schwedischen Herstellers ist das beste Ladegerät ohne PC-Anbindung und Kapazitätsmessung, das ich testen konnte. Die Bedienungsanleitung findet man auf der website von CTEK. Das XS7000, neu MSX 7.0 ist für Blei-Säure-Batterien von 20Ah bis 225Ah geeignet. Beim Kauf eines Ferraris ist ein CTEK-Ladegerät inbegriffen. |
![]() |
![]() |
![]() |
| Das CTEK XS7000, neu MSX 7.0 hat 8 verschiedene Laderoutinen, die je nach gewähltem Lademodus ausgewählt werden. Möglich sind der Modus "Normal" (14,4 V), Modus "Schneeflocke" (14,7 V), Modus "Supply" (13,6 V) und Modus "Recond" = Boost (15,8V). Kann Steuergeräte zerstören, also beide Pole an der Batterie abklemmen. Ausgewählt wird mit der "Mode-Taste". Das Handbuch findet sich auf der Webseite von www.ctek.com/de/ oder hier. |
![]() |
2b1) CTEK-Ladegerät MSX 5:
Handbuch: |
2c) CTEK-Ladegerät Multi XS 25000:
Das CTEK Multi XS25000 ist der Kraftprotz unter den Ladegeräten, mit max. 25 Amp wird die Batterie geladen, wobei ein externer Temperatursensor mitwirkt. Im 2. Bild zeigt das Zangenamperemeter Peaktech 1635 den schon etwas verringerten Ladestrom einer 200Ah-Batterie. Bezugsquelle z.B. mt-tuning.com, 225,95 Euro inkl. MwSt. ohne Versand. |
![]() |
![]() |
4. Batterie-Ladespannungen/Ladeströme:
![]() Durch den Spannungsabfall an den Leitungen/Kontakten sollte die Spannung immer an den Batterie-Polen gemessen werden. Geladen wird ein ansonsten intakter (leer und nicht tiefentladen) Akku zunächst mit Konstantstrom (IU-Kennlinie). Dazu kann man aber ein einfaches Ladegerät verwenden. Dieses sollte soviel Ladestrom abgeben, wie etwa 1/10 der Ah-Zahl entspricht, also bei 88 Ah bis zu 8 A. Die Ladespannung soll um 14,4 Volt (bei 20°C, temperaturabhängig) betragen. Wenn der Akku nach einigen Stunden beim Laden eine Spannung über 14 Volt aufweist (Strom ist dann stark abgesunken), wird mit einer Konstantspannung von etwa 14,4 V und sinkendem Strom noch weiter (ca. 8 h) geladen, dies erfordert dann ein entsprechendes Ladegerät, das aber weniger Strom liefern muß.
Die ETN-Nr. ist eine neue europäische Nummer (z.B. 5909020995), die Aussagen über die elektrischen und bauartbedingten Eigenschaften jeder Batterie festlegt. Das neue Ersatzteilnummernsystem wird von einer unabhängigen Institution festgelegt und überwacht. Es stellt für den Autofahrer sicher, daß das Produkt die angegebene Leistung erbringt. |
|
Den Originaltext fand man auf der Webseite: https://batteryuniversity.com/.
Im Dezemberheft 8/2005, S. 50, wird im Artikel: "Energiemanagement beginnt mit der Autobatterie" wieder die Säureschichtung als eine der Hauptursachen für das Versagen einer Autobatterie genannt. Als Lösungsvorschlag werden in jeder Batteriekammer Kunststoffwinkel an der Wand eingebaut, die enge vertikale Strömungskanäle bilden. Durch die Beschleunigung des Autos kommt es zur Durchmischung der Batteriesäure. |
15. Zusammenfassung Grundlagen:
Die Zusammenfassung war in meinem Vortrag und Workshop beim Daerr-Globetrotter-Treffen 2012 im tipp2-1.htm#1ab> enthalten. |
![]() |
|
zurück zum Anfang -
HTML-Validation by-Upload
|